Kann CSS3 Pixelgrafiken "in den Tod stürzen"?
Eine Frage die ich mir schon länger stelle: Was wird aus Photoshop und Co, wenn im Webdesign der Trend immer mehr zu bildarmen Designs geht? Immer mehr Browser unterstützen (mehr oder weniger gut) CSS3-Funktionen, mt denen sich zum Beispiel die iPhone App Icons oder auch die obligatorischen RSS-Feed und Twitter Grafiken ohne Grafiken darstellen lassen (wie bekloppt ;) ).
Ich habe mir auch überlegt ob ich statt den Pixelicons oben rechts vielleicht CSS3 benutzen soll. Leider machen die meisten Browser das nicht mit. Safari und Chrome kommen mit CSS3 blendend zurecht. Mit -webkit-Präfix. Firefox macht manchmal seltsame Sachen und will ein -moz-Präfix. Opera und IE lasse ich an dieser Stelle mit einem Räuspern unter den Tisch fallen. Weil ich aber weiß, dass der Firefox und Internet Explorer die Browserstatistiken so gut wie immer anführen sind CSS3-Icons keine Alternative, bis ein Standart existiert und alle Browser diesen auch umsetzen.
Aber zurück in die Zukunft – und zurück zu Photoshop. Photoshop ist meine erste Wahl wenns um Pixelicons oder Vorlagen für Webdesigns geht. Photoshop kann halt alles. Aber wenn der Punkt erreicht ist, an dem alle führenden Browser CSS3 so unterstützen, dass man Pixelicons durch Vektorgrafiken ersetzen kann, ist Photoshop in diesem Bereich so gut wie tot. Man braucht dann halt keine Pixelgrafiken mehr.
Ein paar schöne CSS3-Icons zur Auflockerung…
Was könnte Adobe denn tun? Ja, sie könnten Photoshop eine Ausgabefunktion für CSS3 verpassen. Adobe hat vor ein paar Monaten schon eine Demo gezeigt, wie sie es sich vorstellen Flash und Dreamweaver und Illustrator in Kombination für “moderne” Webentwicklung zu nutzen. Auch wenn “Webentwicklung” und Dreamweaver, sowie “Adobe” und “modern” im vorherigen Satz praktisch ein totaler Widerspruch sind klingt die Idee extrem ansprechend: Man baut sich etwas zusammen und kopiert es einfach in sein HTML-Dokument rein. So könnte das mit Photoshop auch laufen. Man bastelt ein Icon (wie jetzt auch schon), kopiert den Quellcode und fügt es einfach ein. Das würde die Nutzung von CSS3-Icons um einiges leichter und ansprechender machen. Fast so leicht wie die Nutzung von Grafiken. Man bekommt garnichts mit, von transform und border-radius.
Aber wie gesagt, das ist Zukunft. Bis es dahin kommt muss die Idee erstmal von den Kreativen bei Adobe zu den Chefs bei Adobe und dann zu den Programmieren und UI-Designern bei Adobe. Und das kann dauern. Fast wie bei Microsoft ;). Und bis das ganze dann nutzbar wird brauchen wir einen Standart für CSS3 und HTML5. Und der muss dann auchnoch bei den Browserherstellern ankommen.
Und es könnte so schön sein ;)
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Tweet · Aktualisiert am 6. Juli 2010

FritzGrim schrieb am
9. Juli 2010 um 15:29Das bzgl. Photoshop wird eher problematisch. Letztendlich bestehen Pixelgrafiken für Photoshop nur aus einzelnen Pixeln eben. Und allein schon der Export von Pixelgrafiken in CSS3/SVG etc. ist schon extrem rechenintensiv, weil schließlich aus einzelnen Pixeln Vektoren erstellt werden müssen, welche sich auch verlustfrei vergrößern lassen müssen. Stichwort: zweidimensionaler Kellerautomat
Darüber hinaus wird auch die Darstellung solcher Grafiken mit CSS3/SVG rechenintensiv, weil eben erst die Positionen der Linien etc. berechnet werden müssen, was bei Pixelgrafiken egal ist, da einfach nur Daten 1 zu 1 an den X-Server beispielsweise übergeben werden müssen.
Pixelgrafiken haben also schon eine Daseinsberechtigung, besonders bei photorealistischen Darstellungen in Designs (die gibt es). Trotzdem kann man Vektorgrafiken wunderbar einsetzen, wenn man eine eher künstlich-plastische Darstellung möchte.